FilmBlogCast #15: Quentin Tarantino Vol. 1

Achtung, Achtung eine Durchsage: Die beliebte Reihe „FilmBlogCast“ bekommt das erste Zweiteiler-Special!

Manche mögen ihn, manche lieben ihn, manche vergöttern ihn und seine Filme. Wir sprechen vier Stunden lang über das Leben und Wirken von Quentin Tarantino. In Volume Eins stellen wir uns direkt mal die Frage „Warum ist Quentin so bekannt/beliebt?“ Während da noch mehr oder weniger Einigkeit herrscht, wird es beim zweiten Thema kontrovers. Unsere Wertungen zum neuen Kinohit „Once Upon a Time in Hollywood“ könnten gar nicht weiter auseinander liegen. Für euch als Zuhöhrer ist das natürlich ein Hochgenuss, immerhin entsteht so eine lange und hitzige Diskussion. Zum Abschluss gibt es dann noch unser hoch-subjektives Tarantino-Ranking, bevor wir schweißgebadet unsere Kopfhörer abnehmen

 

Tarantino ist vielleicht Meister der Überraschungen, wir vom „FilmBlogCast“ mögen es aber auch mal klassisch. So gibt es auch dieses Mal die 5-Minuten-Guillotine. Christian stellt uns die aktuellen Hits „Parasite“ und „Toy Story 4“ vor. Außerdem redet er über den neusten Ableger seiner Lieblingsfilmreihe of all Time „Die Winzlinge„. Benni dagegen wurde wieder von einem Film enttäuscht, dieses Mal ist es „Einer von Sechs„. Als Ausgleich gab es dann „Climax“ und die kontroverseste Schlümpfe-Folge aller Zeiten. Marius hat wie so oft sehr wenig gesehen, dafür aber den vielleicht künstlerisch-wertvolllsten Film von allen: „Die rote Schildkröte„. Ach ja und auf einer Skala von 10 bis 10, wie geil ist das Intro dieser Folge geworden??

Feedback in die Kommentare, positive Bewertung bei Itunes, Follow bei Twitter und ihr bekommt exklusiv die nächste Folge eine Minute vor allen anderen!

Timecodes:

0:00:27 Werbung

0:01:53 Begrüßung

0:03:25 Star Wars 9 Trailer und Matrix

0:06:38 Rätselfrage

0:07:02 5-Minuten-Guillotine

0:07:20 Die Winzlinge 2 – Abenteuer in der Karibik

0:08:24 Toy Story 4

0:10:06 Parasite

0:12:22 Toy Story 4

0:15:55 Parasite

0:16:40 Climax

0:19:29 Einer von Sechs / Sextuplets

0:20:01 Die Schlümpfe

0:21:10 Einer von Sechs / Sextuplets

0:22:46 Climax

0:23:52 Die rote Schildkröte

0:29:06 Themen-Talk: Quentin Tarantino

0:52:03 Spoiler-frei: Once Upon a Time in… Hollywood

1:01:17 Spoiler-Talk: Once Upon a Time in… Hollywood

1:52:56 Unser Tarantino-Ranking

1:57:37 Verabschiedung

16 Gedanken zu “FilmBlogCast #15: Quentin Tarantino Vol. 1

  1. Ma-Go 30. August 2019 / 10:23

    Ein Film, der mich sehr stark an Tarantino erinnert hat, war „Bad Times at The El Royale“.

    Gefällt 3 Personen

    • Lufio 31. August 2019 / 08:07

      Der steht schon seit er im Kino lief auf meiner Liste. Hatte ihn sogar mal einen Monat bei Amazon ausgeliehen. Aber irgendwie kam immer was dazwischen

      Hast du OUATIH schon gesehen eigentlich?

      Gefällt 1 Person

  2. eccehomo42 30. August 2019 / 15:13

    Folge 15 und es ist verrückte Welt. Ich stimme andauernd Benni und Marius zu und frage mich was Christian genommen hat? Sonst bin ich ja oft seiner Meinung oder finde seine Begründung wohl durchdacht, aber hier ist das nur wirr. Jeder Grund, den du dafür genannt hast OUATIH nicht zu mögen, kannst du genauso gut für andere Tarantinofilme nehmen. Vor allen der Gewaltaspekt ist hier für mich weit weniger problematisch als in Inglourious Basterds oder Pulp Fiction oder Kill Bill. Ganz viel von dem, was ich denke hat entweder Marius oder Benni gesagt. Ich möchte dennoch ergänzen, dass es eine in sich logische Erklärung für Cliff Booths Finalhandlung ist. Er kennt zumindest den Typen von seinem Besuch und hasst ihn abgrundtief, dazu wird er mit mehreren Waffen bedroht. Da solche Gewalt anzuwenden zeugt von Kraft und Furchtlosigkeit. Daneben gibt es eine von Marius kurz erwähnte Szene in der die Drei ihre Gewaltfantasien freien Lauf lassen. Natürlich war da die Rechtfertigung für die Gewalt da. Warum ich da so sicher bin? Es hat funktioniert, selbst bei meinem Kumpel, der nichts über die Mansonmorde wusste. Er war von dem Film begeistert und das obwohl er kein Tarantinofanboy ist. Derjenige aus meinem Bekanntenkreis auf den das am ehesten zutrifft, mag den Film überhaupt nicht. Sein Lieblingsfilm ist übrigens „Inglourious Basterds“. Wo OUATIH Frauenfeindlich sein soll, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben, aber ich finde ja auch, dass das Tarantinos bester Film seit Jackie Brown ist.

    OUATIH lebt vor allem von den einzelnen Szenen. Der Film hat eine Fülle von denkwürdigen Szenen und im Gegensatz zu Benni fand ich auch die Film im Film Szenen hervorragend. Mein Kumpel hat beim aufstehen im Kino gesagt: „Erinnerst du dich noch an Dürrenmatt und den Begriff grotesk? Dieser Film ist grotesk.“ Groteske passt zu diesen Film wohl am besten. Sergio Corbucci kannte ich tatsächlich und ich hab da auch sehr laut gelacht, wie überhaupt ich bei diesem Film sehr gelacht habe, nicht nur am Ende.
    Bei der Rätselfrage bin ich noch nicht schlau geworden…

    Gefällt 3 Personen

    • Lufio 31. August 2019 / 08:16

      Christians Argument verstehe ich schon. Cliff hasst den Typen von der Ranch, aber eigentlich haben die ihm noch nichts getan. Zwischen den komigen Hippies und den Typen am Ende die „devil things“ tun, liegt die Realität. Gezeigt wird einem als Zuschauer nicht, warum die auf einmal so brutal sind und eigentlich Sharon Tate töten wollen. Sie werden einfach als dumme Psychos dargestellt die aufs Maul bekommen. Bei Nazis oder dem KKK ist das wohl in Ordnung, bei den Mansons nicht. Ab da habe ich Christians Logik auch nicht mehr ganz verstanden 😀
      Hatte auch ganz vergessen zu erwähnen: Für mich ist das eigentliche Ende, der Abschluss vom Tag, alles was danach kommt ist Epilog.
      Mit Sicherheit hat er groteske Elemente, aber in das Genre alleine würde ich ihn auch nicht schieben.
      Achja, die Rätselfrage….

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      • christianneffe 31. August 2019 / 16:56

        „Cliff hasst den Typen von der Ranch“ – Wieso? Wo wird das etabliert? Die beiden hatten sich ein halbes Jahr zuvor für etwa 1,5 Minuten gesehen und nur einige Worte gewechselt. Erschließt sich mir nicht, warum er ihn hassen sollte…

        „Bei Nazis oder dem KKK ist das wohl in Ordnung, bei den Mansons nicht.“ – Die Nazis und der KKK sind mehr als nur eine Ansammlung von degenerierten Menschen – sie verkörpern ja eine verachtenswerte Ideologie, die 1. allgemein bekannt ist und 2. in den jeweiligen Filmen auch benannt und gezeigt wird (Faschismus/Rassismus). Und genau das fehlt OUATIH völlig: Was die Hippies allgemein und die Mansons im Speziellen wollen und verkörpern, wird überhaupt nicht klar gemacht, höchstens über das Mädchen, das Cliff mitnimmt, mal angerissen.

        „Jeder Grund, den du dafür genannt hast OUATIH nicht zu mögen, kannst du genauso gut für andere Tarantinofilme nehmen.“ – Auch, dass gute Dialoge, Suspense und eine packende Handlung fehlen? ^^

        „Vor allen der Gewaltaspekt ist hier für mich weit weniger problematisch als in Inglourious Basterds oder Pulp Fiction oder Kill Bill.“ – Inwiefern? Machst du das anhand des quantitativen Ausmaßes der Gewalt fest? Also dass hier „nur“ drei Menschen zu Tode kommen? Ich stimme insofern zu, als dass man das, was in OUATIH passiert, als Notwehr bezeichnen kann. Das ist natürlich eine weniger amoralische Form der Gewalt als die Selbstjustiz/Rache in den anderen Filmen. Aber dort werden mir als Zuschauer wenigstens nachvollziehbare Motive präsentiert. In OUATIH hingegen wird Cliff „lediglich“ bedroht, ist auf Drogen und rastet deshalb so aus (würde ich mir zumindest so erklären). Das kommt urplötzlich – und fühlte sich für mich deshalb absolut unverdient an bzw. konnte bei mir nicht so wirken, wie es wohl intendiert war.

        „Da solche Gewalt anzuwenden zeugt von Kraft und Furchtlosigkeit.“ – Für mich zeugt es eher von einer psychischen Krankheit ^^

        „Wo OUATIH Frauenfeindlich sein soll, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben“ – Ich sage ja auch weder, dass der Film frauenfeindlich ist, noch das Tarantino das ist. Mit Jackie Brown, Kill Bill, IB und z.T. auch Death Proof hat er ja bewiesen, dass er starke Frauencharaktere erschaffen kann. Aber findet das denn ernsthaft niemand seltsam, dass der einzige Mann aus dem Manson-Trio viel weniger abbekommt, während einer der Frauen der Kopf zwei Dutzend Mal auf eine Kante geschlagen wird und die andere noch schön mit dem Flammenwerfer gegrillt wird?

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        • Lufio 1. September 2019 / 19:42

          Finde sein Hass auf die Hippies ist ziemlich gut zu erkennen. Er würde wohl am Liebsten allen aufs Maul hauen und sagen „sucht euch ein Job“ 😀

          Also die Wirkung der Mansons sollte man in der Realität nicht unterschätzen. Das waren 1969 Hippies, die Menschen umgebracht haben. Da war Flower Power sozusagen vorbei. Gerade in der amerikanischen Kultur sind die Morde glaube ich sehr tief verankert. Und nur weil das Publikum sie nicht so gut kennt, sollten sie nicht mehr eingeführt werden wie andere reale Bedrohungen wie Nazis oder der KKK.

          Urplötzlich? Es hat sich mMn schon im Epilog angedeutet, dass es gleich eine Explosion der Gewalt geben wird. Man dachte nur an Sharon Tate und nicht an den Mansons selber.

          Tarantino wollte die Gewalt halt ins absurde steigern. Erst zehn Bisse ins Gemächt, dann 50 schläge gegens Telefon und am Ende der Flammenwerfer. Komplett over the top, damit das bitte keiner ernst nimmt oder da zu viel reininterpretiert, wie du es glaub ich gerade tust 🙂

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      • christianneffe 4. September 2019 / 16:57

        „Finde sein Hass auf die Hippies ist ziemlich gut zu erkennen. Er würde wohl am Liebsten allen aufs Maul hauen und sagen „sucht euch ein Job““

        Da interpretierst du aber sehr viel in die Figur hinein, was ich nicht erkenne. Ich meine, er nimmt das junge Mädchen doch ohne größere Vorbehalte mit? Klar, er feiert den Lifestyle auch keinesfalls ab. Aber dass er Hippies hasst (im Gegensatz zu Rick Dalton), habe ich zu keiner Zeit gesehen.

        „Und nur weil das Publikum sie nicht so gut kennt, sollten sie nicht mehr eingeführt werden wie andere reale Bedrohungen wie Nazis oder der KKK.“

        Doch – eben deshalb finde ich, sie sollten nochmal eingeführt werden. Genau darin sehe ich die Aufgabe eines Filmemachers.

        „Tarantino wollte die Gewalt halt ins absurde steigern…Komplett over the top, damit das bitte keiner ernst nimmt oder da zu viel reininterpretiert, wie du es glaub ich gerade tust“

        Schon klar ^^ Ist ihm ja auch offensichtlich gelungen. Aber damit das Wirken kann, müssen eben auch der Kontext und die Motivation stimmen. Und das war hier nicht gegeben, stattdessen kam das für mich aus heiterem Himmel. Gewalt, die einfach nur für den Effekt übersteigert wird, ist für mich einfach nur extrem platt. Dazu hat mir – ich weiß, ich wiederhole mich – ganz viel gefehlt, was davor hätte erzählt werden müssen. Ich finde auch nicht, dass ich überinterpretiere (mein Gefühl ist eher, dass das viele beim Rest des Films machen…), weil ich da eben nicht viel Interpretationsfläche sehe. Ich glaube aber, wir drehen uns hier im Kreis ^^ Nach wie vor konnte mir aber keiner die Frage beantworten, warum die beiden Frauen ungleich mehr in die Fresse bekommen, als der Mann.

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