FilmBlogCast #26: Oscars 2020 & 1. Geburtstag

Ein Jahr FilmBlogCast. Wir blicken zurück.

Inhalt der 26. Folge des FilmBlogCasts:

Bevor wir dem FilmBlogCast sein verdientes Geburtstagsständchen singen, sprechen Marius, Christian und Benjamin über eine Stunde lang über die Oscarverleihung 2020. Wichtigste Frage: was hat sich Gal Gadot bei ihrem Kleid gedacht?

Danach gehen wir ausgewählte Kategorien durch und philosophieren über

Zum Abschluss erfahrt ihr endlich, wie die drei Chaoten sich kennen gelernt haben und wie es zur ersten Folge des FilmBlogCasts gekommen ist. Ein paar Insiderinformation aus dem Nähkästchen dürfen ebenfalls nicht fehlen.

Und jetzt viel Spaß beim Anhören!

Den Podcast gibt es u.a. auf

Timecodes der 26. Folge des FilmBlogCasts:

00:00:43 Begrüßung
00:04:35 Rätselfrage
00:05:15 Die Oscars 2020
00:14:40 Kurzfilme
00:21:41 Animationsfilm
00:25:05 Drehbücher
00:35:24 Darsteller
00:48:00 Bester Film
01:14:29 Geburtstagsfeier
01:15:42 Entstehungsgeschichte
01:38:54 Unsere Lieblingsfolgen
01:45:16 Lieblingsmomente
01:48:41 Themen, die es nie geben wird
01:53:14 Auflösung Rätselfrage
01:57:33 Podcastquiz
02:01:02 Nächste Folge: Top 100 der Dekade Teil 2
02:01:42 Verabschiedung

Vorschaubild: @socialcut

26 Gedanken zu “FilmBlogCast #26: Oscars 2020 & 1. Geburtstag

  1. Ma-Go 14. Februar 2020 / 20:15

    Erst mal Herzlichen Glückwunsch!

    Ein tolles Projekt habt ihr da auf die Beine gestellt. Ich freue mich auf zahlreiche neue Folgen im zweiten Jahr.

    Hab ich wirklich gesagt, dass meine Stimme kacke ist? 😂 Das kann schon sein, aber ich glaube nicht, dass das der Hauptgrund war warum ich nicht auf den Erfolgszug aufgesprungen bin. 😉
    Ich bin jedenfalls einfach froh, dass ich scheinbar auch eine kleine Rolle in der Geschichte des bald erfolgreichsten Podcast auf filmblogcast.de spiele und hier erwähnt wurde.

    Haut rein!

    Gefällt 4 Personen

  2. eccehomo42 14. Februar 2020 / 22:31

    Sympathische Oscareinordnung, bei der ich erstaunlich oft bei Benni war (Adam Driver, Jojo Rabbit). Zu Pixar, ich hab Mal nachgeguckt, nur drei Filme, die von ihnen nominiert waren, haben nicht gewonnen (Monster AG verloren gegen Shrek, Cars verloren gegen Happy Feet und Die Unglaublichen 2 gegen Spider Man A New Universe). Dieses Jahr war da wohl Konsens angesagt.
    Zu „1917“ habt ihr ja eine unheimliche Einigkeit und noch unheimlicher, ich schließe mich vollends an, auch mit den Bekannten, die den alle soo gut fanden. Bin sehr froh, dass „Parasite“ gewonnen hat und Bong Joon Ho hat den so gedreht, dass der in Schwarz Weiß konvertiert werden kann.
    Zum zweiten Teil, ich hab die Tage den entsprechenden Kommentarthread gefunden (Tipp: Es war Marius Jahresrückblick 2018). Ziemlich genaue Nacherzählung und ne schöne Fügung.
    Ach ja die Wunschkonzert Folge, da fällt mir ein, es wird mal wieder Zeit ein paar Filmideen zu eroieren. Vielleicht im März, wenn ich nicht unitechnisch Sachen schreiben muss. Meine Lieblingsfolge ist die Kinofolge, auch wenn die in die Phase, sie fallen sich zu oft ins Wort fällt. Die höre ich zumindest in Teilen immer wieder beim kochen. Aber auch die Filmendenfolge, die Toplisten der Bewertungsfolge und einige weitere, die ich gerade nicht parat habe. Die Running Gags etablieren sich immer mehr, sehr schön und das Christian einen zu harten Akzent für das Radio hat schockiert mich dann doch.
    Ich stelle mir noch eine Frage, hat Christian sich jetzt nen Kuchen gebacken?
    Sonst zur Rätselfrage, ich glaub ich lag noch nie so falsch, wie diesmal. Ich dachte die Frage wäre, „Wer wäre der ideale Oscarmoderator?“. Vielleicht auch wegen „Call me by your Name“, ich könnte mir aber vorstellen, dass Herr Chalamet Männern nicht abgeneigt ist, er hat sich zu sowas aber noch nicht geäußert. Aber der ist selbst mir zu bubig und schleimig…
    Ich wünsche Marius eine jecke Zeit mit dem Inhalt des umgekippten Lasters und zu Christian und Benni fällt mir kein Gag ein…

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    • FilmkritikenOD 15. Februar 2020 / 09:11

      Was heißt hier erstaunlich, da merkt man halt, wer Ahnung hat 😛

      Monster AG gegen Shrek ist ein hartes Duell. Bei den anderen beiden wäre alles andere auch ein Witz gewesen. So wie leider in diesem Jahr.

      Das mit dem schwarz-weiß habe ich mittlerweile auch gelesen, was meine Befürchtungen in den Hintergrund drängt. Weiß aber nicht, ob ich ihn mir unbedingt in Grautönen angucken werde.

      Danke für den Hinweis mit dem Jahresrückblick. Immerhin haben wir da keinen Schmu erzählt.

      Na, Marius, dann hast ja vielleicht noch ne Chance auf eine romantische Nacht. Ich drücke dir die Daumen.

      Zum Geburtstag auch mal wieder einen großen Dank an dich, für die rege Begleitung im ersten Jahr! Mehr Kommentare hat auf dieser Seite niemand geschrieben.

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      • eccehomo42 17. Februar 2020 / 16:57

        Ja wenn ihr schon zwei Stunden quasselt und ich mir das anhöre, dann fühle ich mich verpflichtet meinen Senf dazu geben.

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        • FilmkritikenOD 17. Februar 2020 / 19:38

          Na, ich hoffe es ist nicht nur die Verpflichtung 🙂

          Mit was für einem Thema könnten wir dich denn im zweiten Jahr begeistern, wenn du dir eines wünschen dürftest?

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          • eccehomo42 17. Februar 2020 / 20:17

            Ne, ich sehe es eher als Möglichkeit für den bildenden Austausch.

            Mich könnt ihr mit vielen Themen beglücken, zB Coming Of Age Filme oder Actionfilme, oder eine Klassikerfolge

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          • Wermi 19. Februar 2020 / 22:02

            Ohja Coming of Age fänd ich auch richtig toll oder Klassiker !! Da könnte man sich z. B. zum Thema Gedanken machen, wie gut so alte Filme gealtert sind, wie unsere heutige Sehgewohnheiten uns vielleicht davon abeschrecken, Schwarzweißfilme oder den x-ten alten Schinken zu gucken. Könntet da ja eure Erfahrung mit Klassikern teilen, finde das schon spannend, wie unsere etwas jüngere Generation das heutzutage wahrnimmt 😀
            Actionfilme bin ich nicht so versiert, aber da könnten mich dann wohl einige FIlmtipps erwarten 🙂

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    • Lufio 16. Februar 2020 / 11:25

      Merci fürs kommentieren, eine hoffentlich stressfreie jecke Zeit wünsche ich dir auch. Bei mir ist ja eher durcharbeiten mit dem ein oder anderen Zwischenbier angesagt 😀
      Monster AG hat gegen Shrek verloren?! Ich interveniere nachträglich!
      Wenn ich wieder mit einer regulären Folge dran bin, wird mal wieder etwas ein Experiment aller „Wunschkonzert“ ausprobiert….
      Lustig, die Kino-Folge ist rein nach den Abrufen gesehen, unsere beliebteste Folge von allen
      Christian hat aus Anstand keinen Kuchen gegessen, was Benni und seine Banane nicht vom selbigen abgehalten hat
      „Wer wäre der ideale Oscarmoderator?“ wäre auch eine gute Frage und habe ich unbeabsichtigt schon beantwortet: Steve Martin und Whoopi Goldberg.

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      • eccehomo42 17. Februar 2020 / 16:59

        Gegen das durcharbeiten hab ich einen Ratschlag der Amigas: Mach doch Mal Urlaub in der eigenen Hose.

        Auf deine Experimentalfolge bin ich schon mal gespannt.
        Das hätte ich dann doch nicht gedacht, da hätte ich eher auf die Geheimtipps Folge getippt, wenn es nach Abrufzahlen geht.

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  3. Wermi 18. Februar 2020 / 23:11

    Hey auch von mir alles Liebe zum Geburtstag!
    Anfangs habe ich bloß vereinzelt in Folgen hineingehört, aber ich finde man merkt richtig, dass ihr euch eingespielt habt und mittlerweile höre ich richtig gerne eure Podcasts und mache sie auch gleich an, sobald ich gesehen habe dass ne neue Folge online gegangen ist und ich Zeit habe. Man hat richtig das Gefühl, dass ihr euren Flow gefunden habt und daher bleibt man als Zuhörer auch viel eher dran, als ich dass vielleicht noch am Anfang gemacht habe. Auch die Themenauswahl finde ich jetzt seit einigen Folgen großartig, was mich dann natürlich noch mehr anspricht. Und scheinbar gibt es dann noch einige Folgen, die ich nachzuholen habe, auf die ich mich jetzt freuen kann. Außerdem schön, dass ihr den Beitrag auch endlich wieder zur selben Zeit online gestellt habt, wie den Podcasts. Auch wenn ich es dieses Mal verpeilt habe, finde ich das auf jeden Fall gut, weil man dann direkt seine Gedanken nach Hören des Podcasts zu Papier bringen und kommentieren kann. Zumindest bei den beiden Folgen zuvor ist mir aufgefallen, dass der Blogpost ein wenig auf sich warten lassen hat und ich dann nicht mehr kommentiert habe 😀

    Dann aber noch zum Inhalt der aktuellen Folge:
    Bei Jojo Rabbit muss man dem Adaptierten Drehbuch noch zu Gute halten, dass Taika Waititi alle Comedy-Elemente und den fiktiven Hitler selbst mit hineingebracht hat und das so gar nicht in der Vorlage war, die wohl eher ein ernstes Drama ist. Das muss man auch mit hinein in seine Leistung zählen. Und dass das Drehbuch keine Überraschungen bereithält, dem muss ich vehement widersprechen. Man denke allein an die Szene, in der Jojo einen Schmetterling jagt und wie aus dem nichts, die Schuhe seiner Mutter eine tragende Rolle spielen. Sowohl ich, als auch meine beiden Elternteile waren da vollkommen geschockt und haben in dem Moment überhaupt nicht damit gerechnet. Auch, dass sich die zweite Hälfte in eine viel ernstere Richtung dreht, dürfte ja wohl auch überraschen, wenn man sie mit der ersten vergleicht, die fast nur aus Quatsch besteht. Oder man siehe sich Sam Rockwells Figur an, die mit einigen Überraschungen am Ende auf sich warten lässt und dem Nazi-Idioten doch noch mehr Fleisch geben.
    Bei The Irishman würde ich mehr dem Schnitt hoch anrechnen, dass die Story so gut und unterhaltsam verpackt ist und nie dröge wird. Das Drehbuch ist da schon etwas überladen und fast unübersichtlich.
    Auch bei eurer Diskussion zum Originaldrehbuch möchte ich nochmal einhaken. Da habt ihr den Anschein geweckt, dass das Drehbuch vor allem von Dialogen ausgemacht wird. Dabei steckt darin so viel mehr. Daher wird auch das Drehbuch von 1917 ziemlich unterschätzt, auch wenn ich zustimme, dass er jetzt nicht die abgefahrenste Story hatte und ich bin jetzt auch nicht mal der allergrößte Fan. Aber so einem „OneShot“-Werk muss erst einmal ein total ausgeklügeltes, präzises und gut durchdachtes Drehbuch zu Grunde liegen, sodass der Film in seiner einzigen Einstellung die ganzen 120Min einen auch durchgehend packt. Drehbücher sind nicht nur Dialoge, es sind auch Settings, Aktionen, Ereignisse und haben natürlich auch schon die Plotstrukturen.
    In der Regel geben Drehbücher schon sehr viel vor. Natürlich wird dann auch Mal davon abgewichen oder improvisiert (oder es gibt Ausnahmefälle, wo sie noch während den Dreharbeiten umgeschrieben werden), aber gerade teure Filme müssen ja schon ein ausgearbeitetes Drehbuch vorweisen können, damit Filmstudios da überhaupt erst hinter stehen.
    Ich wollte es auf jeden Fall nicht so stehen lassen, hatte das Gefühl, dass es im Podcast etwas sträflich vernachlässigt wurde 😀
    Ansonsten wieder großartige Folge, auch wenn ich viel zu sagen hatte 😀 Mir hat z. B. auch sehr gut gefallen, dass Kurzfilme es auch in die Folge geschafft haben und ich habe z. B. Kitbull und Hair Love gesehen, die gibt es beide auf Youtube und ich bin mir sicher viele andere auch 🙂

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    • Wermi 18. Februar 2020 / 23:26

      Achja zu 1917 wollte ich generell noch anhängen, dass ich euch in vielem zustimmen kann und ich mich so zwischen euch und den Leuten einordnen würde, die davon absolut begeistert sind. Dafür hat mich die Machart dann doch ab und zu rausgerissen. Würde aber gerne nochmal auf Marius eingehen, der gesagt hat, dass der Film zu wenig Stellung bezieht (falls ich mich recht entsinne). Meiner Meinung nach spielt das in diesem Film aber auch keine Rolle. Er will ja viel mehr das Gefühl vermitteln, mitten drin auf dem Schlachtfeld zu sein, als sich jetzt als der nächste Antikriegsfilm zu positionieren. Und in meinen Augen ist es dann auch schon Kritik genug, allein schon derartige Bubis als Protagonisten zu haben, denen auch noch eine unfassbare Aufgabe aufgebürdet wird und am Schluss bei der Gesangsszene im Wald in die Gesichter der Soldaten zu filmen, die allesamt fast noch Kinder sind.
      Aber ich gebe auch zu, dass mich dann die Szene nach dem einzigen Cut, wo der Soldat nachts durch Ruinen läuft, etwas irritiert hat. Zwar war diese Szene atemberaubend schön und gehört zu den stärksten des Films, aber genau da wusste ich nicht genau, was ich davon halten soll, da durch das Lichtspektakel und die untermalende Musik es schon etwas Magisches an sich hatte und es schon stark im Kontrast zur Hässlichkeit des Krieges stand. Bin mir daher echt nicht sicher, was diese Szene aussagen sollte 😀

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    • FilmkritikenOD 19. Februar 2020 / 06:15

      Herzlichen Dank für deinen Kommentar und die Glückwünsche.
      Dass man direkt nach dem Hören kommentieren will, wird zur Kenntnis genommen 🙂

      Zum Drehbuch muss man sagen, dass wir keines der Drehbücher angeschaut haben (wie man sicherlich auch gemerkt hat). Wie in der Folge gesagt, gibt es ja erhebliche Unterschiede, wie man ein Drehbuch verfassen kann und was so alles drinsteht. Hatte ja schonmal den Bombay Sapphire Award angesprochen, bei dem das Drehbuch nur aus Dialogen bestand und dadurch aus diesem Drehbuch komplett unterschiedliche Filme entstanden sind. Bei den Nominiertengehe ich davon aus, dass diese etwas ausführliche verfasst sind, aber wissen tue ich das an dieser Stelle leider nicht. Im besten Fall haben wir nächstes Jahr auch mal in alle Drehbücher reingeschaut.

      Zu Jojo Rabbit gebe ich dir vollkommen recht, wollte aber in der Folge die Überraschungen nicht ansprechen, da gerade die (leicht von Schindlers Liste inspirierte) Szene mit den Schuhen doch einen herben Spoiler markiert – eben weil sie so überraschend und eindrücklich inszeniert ist.

      Bei 1917 bedarf es viel Vorarbeit, besonders was die Storyboards anbelangt, allerdings (auch hier wieder, ohne das Drehbuch gelesen zu haben) bin ich der Meinung, dass man den Film, so wie er ist, auch mit Schnitten hätten drehen können (die er ja auch zur Genüge hat). Ob da jede Kamerafahrt im Drehbuch verankert ist, müsste ich auch erstmal nachschauen, würde mich aber wundern. Und gerade die von dir angesprochenen Dinge haben mich bei 1917 leider nicht gepackt, weswegen ich das auch nicht positiv ins Feld werfen konnte. Das funktioniert bei Rope (Cocktail für eine Leiche) für mich wesentlich besser. Und der spielt nur in einer Wohnung und nicht auf einem Kriegsschauplatz.

      Und interessant, dass dir gerade die letzten Themen so gut gefallen haben, denn da hatten wir ja gerade keine Themen im eigentlichen Sinne, wie wir es sonst haben.

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      • Wermi 19. Februar 2020 / 11:29

        Okay so finde ich die Gedankengänge deutlich nachvollziehbarer, im Podcast ging das (zumindest meiner Wahrnehmung nach) etwas unter.
        Jojo Rabbit wollte ich auch nur gegenüber z. B. einem The Irishman verteidigen und war an Marius gerichtet, der das mit den fehlenden Überraschungen gesagt hat.

        Storyboards und Drehbücher gehen aber meistens Hand in Hand. Storyboards basieren ja dann in der Regel auf den Drehbüchern. Und die geben normalerweise eben schon viel vom Ablauf des Films vor. Und der ist eben für 1917 schon wichtig, damit der als OneShot überhaupt funktioniert und auch unterhält. Das wollte ich halt angemerkt haben, da es beim Zuhören so rüberkam, als bräuchte ein gutes Drehbuch nur gute Dialoge, die 1917 natürlich nicht unbedingt hat. Kann empfehlen, mal einen Blick hineinzuwerfen: https://universalpicturesawards.com/1917/screenplay/1917.pdf
        Wenn man mal z. B. ab S. 75 schaut, ist die Handlung Seitenweise sehr detailliert geschrieben und das ohne Dialog.
        Aber ich verstehe natürlich, dass wenn 1917 einen nicht gepackt hat, er wohl auch kaum hoch in der Gunst stehen kann. Und ich will ihn jetzt auch nicht weiter großartig verteidigen, da ich auch nicht vollends begeistert bin.

        Das ist ein guter Punkt, aber vielleicht sollte ich nochmal spezifizieren, dass ich seit der Joker-Folge jede gehört habe (außer Star Wars 1-6, die ich gerade nachhole ups 😀 )
        Aber ja, mit diesen sehr aktuellen Themen wie Star Wars,, Joker, Jahresrückblick, Oscars oder eben den Filmen der Dekade bin ich eigentlich direkt gecatched. Aber jetzt bin ich auch an nem Punkt, bei dem mir egal ist was im Titel steht und ich es mir auf jeden Fall anhöre 😀

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        • FilmkritikenOD 19. Februar 2020 / 18:10

          Na, du hast da schon nen Punkt, dass wir nicht als Drehbuchprofis aufgetreten sind. Deswegen habe ich z.B. auch Regie nicht groß angesprochen. Da müssten wir irgendwann mal abklären, was der Regisseur eigentlich macht. Wobei das im Studiosystem wieder komplett andere arbeiten sind. Und Drehbuch ist auch nicht so einfach auf einen Nenner zu bringen. Den Hauptteil machen sicher die Dialoge aus, weswegen ein Stummfilm wie z.B. The Artist kein halb so langes Drehbuch wie ein Tarantino-Werk hat. Klar hast du recht, dass da noch andere Punkte mit reinspielen, was wir nicht allzu detailliert hervorgehoben haben. Eben auch, weil wir die Drehbücher nicht angeschaut haben. Daher mal danke für den Link.
          Die ersten Seiten gefallen mir sogar besser als das finale Werk, denn dort fehlt die Filmmusik, die es nicht gebraucht hätte zu Beginn. Andererseits finde ich das Drehbuch nicht sonderlich spannend zu lesen, so wie es vor mir liegt. Das mit der Schnittlosigkeit kommt (zumindest auf den ersten Seiten, die ich gelesen habe) bis auf den Eingangssatz auch nicht heraus. Das bleibt ein Bestandteil der Verfilmung.
          Dein Hinweis auf Seite 75 ist berechtigt, gleichzeitig fällt einem beim Scrollen auf, dass gerade der ganze Teil davor zu einem Großteil eben aus Dialogen besteht. Also von dem her sehe ich die nach wie vor als Hauptbestandteil auch dieses Drehbuches an. Wenn auch sicherlich nicht den einzigen, was wir hätten klarer machen können und sollen.

          „Aber jetzt bin ich auch an nem Punkt, bei dem mir egal ist was im Titel steht und ich es mir auf jeden Fall anhöre 😀“

          Na, das liest man gerne 🙂
          Da ich ecce bereits gefragt habe, darfst du auch gerne ein Wunschthema abgeben (ohne Versprechen, dass wir das jemals umsetzen würden).

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          • Wermi 19. Februar 2020 / 21:53

            Profi muss ja auch keiner sein 😀 aber vielleicht kann man einen ja ein wenig mehr dafür sensibilisieren 🙂
            Ja bei Regie halte ich mich dann schon eher bedeckt 😀 Vor allem weil die so unglaublich unterschiedlich ausfallen kann. Aber ist dann nochmal ein Thema für sich.
            Muss dir aber doch nochmal widersprechen, bei Drehbüchern gilt ja die Regel 1 Seite = 1 Filmminute. Und da macht auch The Artist (übrigens BAFTA Award fürs Drehbuch) keine Ausnahme, der trotz fehlender Dialoge auf 120 Seiten kommt. https://www.imsdb.com/scripts/Artist,-The.html
            Klar sind die ersten paar Seiten vielleicht noch nicht sonderlich ausgelastet, aber wenn man ein wenig herunterscrollt, wird man verblüfft feststellen, wie viel Text einen da doch erwartet 😀 Auch Tarantino macht da keine Ausnahmen, Pulp Fiction kommt auf 126 Seiten, Reservoir Dogs auf 100.
            Also der Vergleich hinkt dann doch etwas.
            Abschließend kann man vielleicht sagen, dass man als Laie sowieso höchstens neben den Dialogen die Story-Ideen und vielleicht Plotstrukturen eines Films bewerten kann, wonach das erfrischende Drehbuch von Parasite absolut verdient gewonnen hat. Once Upon a Time wäre mir da z. B. ein viel zu wuses Konstrukt gewesen, wo es doch etwas an treibender Handlung fehlt. Aber naja, jetzt mal genug davon, so wichtig ist es dann ja auch nicht 😀
            Stimme dir da sogar absolut zu was den Anfang von 1917 angeht!
            Allerdings kann ich dir sagen, dass die meisten Drehbücher nicht sonderlich spannend geschrieben sind, wenns nicht gerade von einem Tarantino stammt der immerhin geile Dialoge präsentieren kann. Denn zum Handwerk des Drehbuchschreibens gehört es, sehr reduziert, minimalistisch und auf den Punkt zu schreiben und unnötige Ausschmückungen zu vermeiden. Es unterscheidet sich vom Schreibstil schon stark von anderen literarischen Umsetzungen.
            Die Schnittlosigkeit ist natürlich die Entscheidung der Inszenierung und damit des Regisseurs. Ich stimme dir zu, dass die Notwendigkeit eines One Shots hier nicht hervor geht, aber das ist dann Entscheidung des Regisseurs, der damit ja eine ganz bestimmte Intention verfolgt und seinem Film eine große Sogwirkung geben möchte. Wie gut das letztendlich klappt, haben wir ja in eurer Diskussion gehört oder auch ich hab dazu schon was geschrieben.
            Bei The Lighthouse z. B. steht auch auf der ersten Seite: „This film must be photographed on black and white 35mm negative.
            Aspect ratio: 1.19:1
            Audio mix: Mono“

            http://a24awards.com/film/thelighthouse/THE_LIGHTHOUSE_script.pdf


            Da geht sonst aus dem Drehbuch auch nicht hervor, wieso er so inszeniert werden MUSS, aber es ist dann halt auch eher eine Frage der Inszenierung und nicht unbedingt auf inhaltlicher Ebene. So Anweisungen sieht man aber wohl auch eher bei Autorenfilmern, die ihre ganz klar eigene Vision durchdrücken wollen. Bei The Lighthouse kam die Anweisung für eine „Aspect ratio: 1.19:1“ (fast quadratisches Bildformat) sogar nicht von Robert Eggers, sondern es war sein Kameramann, der ihn zu dieser Entscheidung gebracht hat.
            Das Drehbuch ist meiner Meinung nach sogar eins der besten des letzten Jahres.

            Ohhh hm… Also ich hatte dir ja letztens schon die Idee für Animationsfilme eingepflanzt, das wär super 😀 Sonst vielleicht so etwas wie Die Handschrift eines Regisseurs, wär doch auch cool oder einfach Mal schauen, wer so noch die aktiven großen Filmemacher sind, also Villeneuve, Nolan, (noch) Tarantino, Fincher, … oder halt gerne über alte große Filmemacher reden 😀

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          • FilmkritikenOD 20. Februar 2020 / 08:36

            Die Seitenanzahl beim Script zu The Artist steht rechts mit einem Punkt versehen (also 2., 3. usw.) und kommt im Vergleich zu anderen auf 42 Seiten. Die Zahl links und rechts bedeuten die Minutenanzahl (124). Dort stimmt die Faustregel dementsprechend nicht. Klar, so ganz ohne Dialoge. Die 42 Seiten sind dafür ganz beachtlich, aber ich bleibe beim Vergleich.

            Finde Drehbücher eigentlich ganz interessant, da sie sowas wie die modernen klassischen Dramen darstellen – aber häufig dann doch wieder ganz anders sind. Aber wirklich beschäftigt habe ich mich damit nicht sonderlich, da ich auch so nicht so wirklich zum lesen komme (Ausnahme: Studium, die Kommentare hier und der ein oder andere Blogartikel).

            Stimmt, Animation kam ja von dir, wobei du dich in diesem Fall ein klein wenig freuen kannst, ohne zu viel zu verraten. Allerdings habe ich damit wenig zu tun, wie sich am Ende der nächsten Folge ergeben wird.
            Regisseure hat Marius was für die Zukunft geplant und unser großes Nolan-Special bespielsweise folgt dann zum Start von Tenet.

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          • Wermi 21. Februar 2020 / 20:30

            Ah da hast du mich bei den Eiern, da habe ich nicht genau genug geschaut 😀 Dafür muss man aber auch sagen, dass dort der Text um einiges dichter und ausführlicher als bei Dialogen ist, die ja schon sehr viel Platz für wenig Worte einnehmen.

            Ja das ist auch ein treffender Vergleich. Ich habe mich halt mit Drehbüchern auch schon mal näher befasst und einiges an Lektüre dazu gelesen, daher habe ich da vermutlich auch etwas empfindlicher reagiert, ähnlich wie bei der Filmmusik, aber über die beiden Themen hinaus war es das auch schon mit meiner Expertise, außer vielleicht noch ein wenig Wissen über Filmgeschichte.
            Finde bei Drehbüchern das Handwerk an sich sehr spannend, das Konstruieren einer Story und das möglichst so, dass ein Zahnrad in das andere greift. Dadurch, dass ich mir das etwas bewusster gemacht hab, fällt mir auch viel mehr auf, wie viel ein Drehbuch bereits ausarbeitet und vorgibt, aber das ist vielleicht auch einfach ein Thema für sich, dem man einen Beitrag widmen könnte.

            Klasse, dass klingt doch schonmal sehr ansprechend 🙂 Bin ein Pixar-Kind und mit den Filmen aufgewachsen, daher hängt meine Liebe für Animationsfilme ganz weit oben 😀 Und auch Nolan ist für meine Filmliebe hauptverantwortlich.

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      • Wermi 19. Februar 2020 / 11:41

        Achja ich wollte dir übrigens noch zustimmen, dass Florence Pugh den Oscar absolut verdient hätte und sie in Little Women echt stark ist, besser als die anderen Stars um sie herum. Finde Laura Derns Performance eh etwas überschätzt 😅

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        • Lufio 20. Februar 2020 / 11:01

          Da hake ich doch mal in deinen letzten Kommentar ein: Ja, die Szene in JoJo Rabbit hat mich nicht überrascht. Die Szene war auf einmal so froh, dann kommt er auf den Platz und ab da habe ich es mir schon gedacht und bis dahin haben mich die ernsthaften Szenen schon verloren. Somit hat mich das auch nicht mehr gepackt, genauso wie die Rolle von Rockwell am Ende. Wie gesagt, den Knopf im Sekundentakt umdrücken zwischen Drama und Komödie funtkioniert bei mir nicht. Fand den Film sehr lustig, nur wenig emotional

          Ein 3,5 Stunden Mafia-Epos zu schreiben, ohne die Meisterwerke des Genres ständig zu kopieren, halte ich auch für eine große Leistung 🙂

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          • Wermi 21. Februar 2020 / 20:42

            Krass, das habe ich halt komplett anders aufgefasst 😀 Für mich ist er halt bis dahin eine Komödie, die hier und da Drama einstreut und ab da ein Drama, dass noch ab und zu komödiantische Elemente einbaut, die aber meines Erachtens dramatisch motiviert sind – eben Tragikomik. Er wechselt dort den Ton meines Erachtens nach komplett und man sieht auf einmal alles in einem ganz anderen Blickwinkel, weil einem nicht mehr aus dem Kopf geht, was für einen herben Verlust der 10-jährige Junge da eigentlich gerade erlitten hat.

            Da kann ich dir natürlich zustimmen, aber die wahre Kunst des Drehbuchschreibens ist es eigentlich, sich so kurz wie möglich zu fassen, zu kürzen und eine Story auf Spielfilmlänge herunter zu brechen. Und da finde ich eben schon, dass das durchaus noch deutlich mehr möglich gewesen wäre, so ein bisschen Pfiff hat mir im Storytelling dann doch gefehlt. Aber natürlich kann man wiederum positiv ankreiden, dass durch die 3,5 Stunden an sich schon gut durchgeführt wird.

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    • eccehomo42 19. Februar 2020 / 22:26

      Eine Grundregel lautet, je mehr inhaltliches zu sagen ist, desto besser die Folge, da man sich gedanklich permanent einklinkt, sonst stimme ich deinem Wunsch nach zügigeren Blogpost zu, müsste mir aber wieder angewöhnen, die Folge einmal bewusst zu hören und alles zu notieren, ich vergess nämlich immer mindestens die Hälfte, da ich die Folge oft nebenbei höre und dementsprechend meine Punkte nicht notiere😅

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